Waehrend der 10 Monate in Syndey, Kings Cross, habe ich die Anonymitaet der Grossstadt zu schaetzen gelernt. Vor die Tuer gehen zu koennen, ohne auch nur eine einzige Person zu kennen oder gruessen zu muessen, ist manchmal wirklich mehr als ein Segen.
Morgens um 10 verkatert ueber die Strasse zum Baecker zu gehen, nur um Fruehstueck zu holen und aussehen wie eine obdachlose Prosituierte? Kein Problem! Dich kennt ja keiner. Und in dem Ghetto in dem ich hier wohne, betreibe ich sogar so eher Mimikry als gross aufzufallen. Wer Kings Cross nicht wenigstens fuer 24h gesehen hat, kann sich nicht annaehrend ein wahrheitsgetreues Bild davon machen.
Als wir das erste mal eher zufaellig, auf der Suche nach Nahrung und Mitten in der Nacht in den damals noch schockierenden Stadtteil gestolpert sind, wurden uns dort Szenen geboten, die unser gewohntes, deutsches Harz 4 - Nachmittagsfernsehen gebuerdig ersetzen konnten:
Zwei junge Maedchen, deren Hotpants - sagen wir mal - nicht das bedeckten, was sie sollten, haben uns fuer eine gute halbe Stunde im Mc Donalds unterhalten, wobei eines der deutlich alkohoisierten Maedchen permantent versucht hat ihrer Freundin Uebermengen an Essen in den Mund zu stopfen. Diese ist dann allerdings unangenehmer Weise auf dem Boden eingeschlafen, sodass ihr halb zerkauter Burger zur Haelfte neben ihr auf dem Boden und der Rest in ihren Haaren verweilte. Als andere, weniger schockierte, Zuschauer anbaten, einen Krankenwagen zu rufen, ist Freundin Nummer 1 ausgeflippt und liess den ganzen Mc Donalds lautstark wissen, dass sie die beste Freundin von Nummer 2 sei und ja wohl besser wisse, was gut fuer ihre Freundin ist und dass es dieser absolut gut ginge. Freundin Nummer 2 hatte von dem Spektakel leider nichts mitbekommen, sie lag immernoch auf dem Boden, gemeinsam mit dem neuen Haarschmuck. Letzendlich haben es die beiden geschafft, gemeinsam aus dem Fastfood Restaurant zu wanken, nur um dann draussen Mitten auf die Strasse zu ... weiter moechte ich nicht ins Detail gehen.
Im Nachhinein frage ich mich ernsthaft, was uns dazu getrieben hat hierhin zu ziehen.
Tja, nach zehn Monaten heisst es nun endlich Bye-bye Sydney.
Sunshine Coast - here i come.
Translation
Translation
During the
10 months in Sydney, Kings Cross , I learned to appreciate the anonymity of the
big city life. Being able to stop outside the frontdoor without knowing even a
single person or having to say hello, can sometimes really be more than a
blessing.
Leaving the
house at 10 in the morning hung over, just to cross the street to grab
breakfast from the bakery, looking like a homeless prostitute? No problem!
Well, noone know you. And in this ghetto here, I rather do mimicry than gaining
a lot of attention. Who hasn’t spent at least 24hrs in Kings Cross, doesn’t
even have a single idea of the life here.
When we came
here for the first time, looking for food in the middle of the night we were
shocked by the scenes that displayed on the streets there:
Two young
girls, their hot pants - let's say - did not cover what they were supposed to… entertained
us for half an hour ish at McDonalds, one of the obviously drunk girls tried
permanently to force food into her friend, who passed out on the McDonald’s
floor couple of minutes later with half of the burger next to her and the rest of
it in her hair.
Few other,
less shocked viewers wanted to call an ambulance, when friend number 1 started to
freak out, letting the whole McDonalds know loudly that she was the best friend
of number 2 and surely she knew better for her friend, who was absolutely fine.
Unfortunately, friend number 2 couldn’t hear any of the spectacle, as she was
still lying on the ground, together with the new hair accessories.
In the end,
the two managed to stumble out of the restaurant together, into the street only
to... Next I don’t want to go into detail.
In
retrospect, I seriously wonder what has driven us to stay here.
Well, after
ten months, I can finally say bye-bye to Sydney.
Sunshine
Coast - here i come.